- 25. November 2025
Ganze Küstenstädte versinken im Meer, extreme Wetterlagen werden zur Normalität und die Natur, wie wir sie kennen, gerät aus den Fugen. Klingt wie ein dystopischer Science-Fiction-Film? Leider ist es bittere Realität und es geschieht jetzt, in diesem Moment!
Der Klimawandel schreitet unaufhaltsam voran und hinterlässt besonders in den Polarregionen deutliche Spuren.
Der “World Ocean Review 6” (WOR 6) von 2019 hat die dramatischen Veränderungen in den Polarregionen bereits detailliert prognostiziert:
Fünf Jahre nach dem WOR 6 stellen wir fest:
Die Prognosen von 2019 haben sich bewahrheitet.
Teils sogar übertroffen.
Die Arktis erwärmt sich weiterhin schneller als der globale Durchschnitt.
Im Jahr 2024 wurde erstmals die globale Durchschnittstemperatur von 1,5 °C über dem vorindustriellen Niveau überschritten, wobei die Arktis besonders betroffen ist. Klimasimulationen deuten darauf hin, dass bereits in wenigen Jahren der erste eisfreie Tag im Nordpolarmeer auftreten könnte
Die Hauptursache für die beobachteten Veränderungen bleibt der menschengemachte Ausstoß von Treibhausgasen. Im Jahr 2022 erreichte die gesamte Treibhausgaskonzentration 523 ppm CO₂-Äquivalente, deutlich über dem Niveau, das für eine Begrenzung der globalen Erwärmung auf 1,5 °C erforderlich wäre .
Die Ozeane absorbieren weiterhin den Großteil der überschüssigen Wärme. Im Jahr 2024 übertraf der Wärmegehalt der Ozeane die Rekordwerte des Vorjahres um weitere 16 Zettajoule, was die zunehmende Erwärmung der Meere verdeutlicht.
Ein Zettajoule (ZJ) entspricht 10^21 Joule – eine unvorstellbar große Energiemenge. Zum Vergleich: Die gesamte Menschheit verbrauchte im Jahr 2022 etwa 0,6 ZJ an Energie. Die Wärmeaufnahme der Ozeane stieg allein im Jahr 2024 um das 26-fache dieser Menge.
Die Arktis erlebt eine dramatische Zunahme von Extremwetterereignissen, die weitreichende Folgen für das Klima und die Ökosysteme der Region haben.
Temperaturrekorde
Polarwirbel-Störungen
Veränderte Wetterlagen
Die Veränderungen in den Polarregionen haben weitreichende Folgen für das gesamte ökologische Gleichgewicht und damit für unser aller Leben. Besonders dramatisch ist der Anstieg des Meeresspiegels, der durch das Abschmelzen der Eismassen verstärkt wird. Studien zeigen, dass der globale Meeresspiegel bereits um über 20 Zentimeter seit 1880 gestiegen ist, und sich dieser Prozess beschleunigt. Millionen Menschen, die in Küstenregionen leben, sind durch Überschwemmungen und Landverluste akut bedroht. Städte wie Jakarta oder Miami erleben bereits heute regelmäßige Hochwasserereignisse, die massive Umsiedlungen erfordern könnten.
Immer häufiger treten Hitzewellen auf, die mit Temperaturen über 50 °C in einigen Regionen lebensbedrohlich sind. Gleichzeitig nehmen Starkregen und Hurrikane an Intensität zu, da wärmere Luftmassen mehr Feuchtigkeit speichern können. 2023 wurde in den USA eine Rekordzahl von über 30 starken Wirbelstürmen verzeichnet, was die wirtschaftlichen Schäden weiter in die Höhe treibt.
Daneben wird auch die biologische Vielfalt bedroht, da viele Arten durch die rapide Erwärmung ihres Lebensraumes keinen ausreichenden Anpassungszeitraum haben. Betroffen sind auch Eisbären, Robben und Walrosse, die auf stabile Eisflächen angewiesen sind. In wärmeren Regionen leiden Korallenriffe unter den steigenden Meerestemperaturen, was zur großflächigen Korallenbleiche und dem Absterben ganzer Ökosysteme führt. Prognosen gehen davon aus, dass bis 2050 über 90 % der weltweiten Korallenriffe verloren gehen könnten, falls die Emissionen nicht drastisch reduziert werden.
Auch die Landwirtschaft steht vor enormen Herausforderungen. Temperaturanstiege und veränderte Niederschlagsmuster beeinflussen die Anbauzyklen und Erträge vieler Nutzpflanzen. Besonders betroffen sind Regionen in Afrika und Südasien, wo Millionen von Menschen auf eine stabile Nahrungsmittelproduktion angewiesen sind. So sank die Weizenernte in Indien 2023 durch eine extreme Hitzewelle um über 10 %, was nicht nur die Versorgung im Land, sondern auch den globalen Getreidehandel beeinträchtigte.
Darüber hinaus birgt der Klimawandel erhebliche Gesundheitsrisiken. Steigende Temperaturen begünstigen die Ausbreitung tropischer Krankheiten wie Malaria und Dengue-Fieber in gemäßigte Breiten. Gleichzeitig erhöht sich das Risiko hitzebedingter Todesfälle, insbesondere in Großstädten, die als „Hitzeinseln“ wirken. Laut einer WHO-Studie könnten bis 2050 jährlich zusätzlich 250.000 Menschen an den direkten Folgen des Klimawandels sterben, wenn keine Gegenmaßnahmen ergriffen werden.
Die Herausforderungen des Klimawandels sind groß.
Doch die Möglichkeiten, aktiv dagegen vorzugehen, sind ebenso zahlreich.
Sie bieten eine echte Chance auf eine nachhaltige und lebenswerte Zukunft.
Wir müssen jetzt entschlossen handeln.
Ein schneller Umstieg auf erneuerbare Energien reduziert Treibhausgasemissionen und macht uns unabhängig von fossilen Brennstoffen.
Um die Pariser Klimaziele konsequent umzusetzen, brauchen wir eine starke internationale Kooperation. Gleichzeitig durch Aufforstung und den Schutz von Ökosystemen die Natur als wertvollen CO₂-Speicher stärken und die Artenvielfalt bewahren. Gezielte Anpassungsstrategien helfen uns dabei, Städte widerstandsfähiger zu machen, Küstenregionen zu schützen und eine nachhaltige Landwirtschaft zu fördern.
Jeder Einzelne kann dabei eine wichtige Rolle spielen.
Sei es durch bewussten Konsum, Energieeinsparung oder klimafreundliche Mobilität.
Jeder Schritt zählt.
Jetzt ist der richtige Moment, um mit Zuversicht die Weichen für eine bessere Zukunft zu stellen.
Quellen:
Kommentare (29)
Die Erde weint – und wir hören nicht hin. Ihre eisigen Festungen schmelzen, ihre Ozeane steigen, ihre Stürme brüllen lauter als je zuvor. Und doch fahren wir fort, als wäre nichts geschehen.
ist so....leider
Der Klimawandel in den Polarregionen schreitet rapide voran. Die Arktis erwärmt sich doppelt so schnell wie der globale Durchschnitt, was durch den Albedo-Effekt beschleunigt wird. In der Antarktis destabilisieren Gletscherschmelzen den Meeresspiegel. Hauptverursacher sind Treibhausgase aus fossilen Brennstoffen. Folgen sind steigende Meere, Extremwetter und auftauender Permafrost, der Methan freisetzt. Die Lösung erfordert eine schnelle Dekarbonisierung, CO₂-Speicherung und globale Klimapolitik. Ohne drastische Maßnahmen drohen unumkehrbare Kipppunkte.
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Facts
schon krass die Bilder wenn man das ansieht ...
Facts2
Facts3
nur crazy ...
Wird Zeit weniger zu konsumieren ... brauchen wir das alles?
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Stimme ich dir zu
Gutes Thema, Thomas!
hey manuel, stimme ich zu. Wie geht's?
Bewusster Konsum ist derzeit nur bedingt möglich. Zum einen fehlen uns schlichtweg in ausreichender Menge die klimafreundlichen Alternativen und zum Anderen die Informationen, um den CO2-Fußabdruck der Dinge miteinander vergleichen zu können. Wer sich die Mühe macht kann die Daten zwar in einer App oder in Datenbanken abrufen. Doch wäre es nicht viel sinnvoller, wenn alles ein zusätzliches CO2-Label hätte?
Diese Idee wurde von der Non-Profit Organisation SaveClimate.Earth aufgegriffen. Sie haben mit der <a href="https://www.saveclimate.earth/" target="_blank" rel="nofollow ugc">Klimawährung ECO</a> eine Theorie entwickelt, wie alle Dinge unseres täglichen Lebens, einen zusätzlichen Klimapreis erhalten. Doch der besondere Clou ist, dass dieser Preis nicht in Euro, sondern in der Klimawährung ECO bezahlt würde.
<strong>Der Vorteil: Keine zusätzliche Verteuerung durch den Wegfall der CO2-Bepreisung</strong>
Die Vorstellung ist, dass diese Klimawährung allen Bürgern als ökologisches Grundeinkommen in gleicher Höhe und kostenlos auf einem separaten Klimakonto zur Verfügung gestellt wird, um damit ausschließlich den fossil basierten Konsum zu bezahlen.
Mit dem ECO wäre auch kein Greenwashing mehr möglich, denn dieses Preislabel geht noch einen Schritt weiter: der gesamte <strong>CO2-Fußabdruck</strong> wird sichtbar, so dass wir Verbraucher direkt auf einen Blick erkennen, wie klimafreundlich oder -schädlich ein Produkt ist. Das macht es leicht, bewusstere Kaufentscheidungen zu treffen und gezielt Dinge mit einem kleinen CO2-Fußabdruck zu bevorzugen. Das persönliche Klimakonto macht es möglich, die tatsächliche Menge an verursachten Emissionen transparent und verursacherbasiert abzurechnen.
Durch den ECO würde unsere Atmosphäre, ein kostbares Umweltgut, mit einem materiellen Wert versehen. Klimaschutz würde dadurch zu einer ganzheitlichen Entscheidung im Alltag. Waren und Dienstleistungen mit einem kleinen ECO-Preis werden attraktiver, während klimaschädlicher Konsum unattraktiv wird. Dies setzt nicht nur die Verbraucher, sondern auch die Industrie unter Zugzwang. Unternehmen defossilisieren ihre Produktionsprozesse schneller, um den veränderten Marktanforderungen gerecht zu werden. Denn die Industrie produziert letztlich das, was wir kaufen. Auf diese Weise könnte jeder Verbraucher aktiv dazu beitragen, unsere Welt nachhaltiger zu gestalten.
not all heroes wear capes :) thanks
Interessanter Gedanke!
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Interessant aber sehr kompliziert....
<span>Die dramatischen Veränderungen in den Polarregionen und die zunehmenden Auswirkungen des Klimawandels sind ein Weckruf, den wir nicht länger ignorieren können. Die Eisfestung der Erde schmilzt in beispiellosem Tempo, und die Folgen – von steigenden Meeresspiegeln über extreme Wetterereignisse bis hin zum Verlust von Lebensräumen und Arten – sind bereits weltweit spürbar. Die Prognosen des „World Ocean Review 6“ haben sich nicht nur bewahrheitet, sondern wurden in manchen Fällen sogar übertroffen. Die Arktis erwärmt sich doppelt so schnell wie der globale Durchschnitt, und die Ozeane absorbieren immer mehr Wärme, was das ökologische Gleichgewicht weiter destabilisiert.</span>
hm ja absolut
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Ich war einige Zeit nicht mehr hier, viele Interessante Punkkte entstanden
leider gibt es kein like zeichen, daher ja...
...
....
Manche können die Probleme der Erde einfach nicht sehen, weil sie nicht in der Lage dazu sind...bedenkt das...
hahaha nur verrückt
Baba text