Unsere Geschichte

Ein gekochtes Ei wird nie wieder flüssig


Eckart von Hirschhausens Satz war wie ein kleiner Eindringling, der sich in eine Ecke meines Bewusstseins einschlich, sich einnistete und zu wachsen begann.

Er war kein beiläufiger Spruch.

Er blieb hängen, wuchs, formte Bilder, die mich nicht mehr losließen.
Ich sah ein Ei im Topf, das langsam härter wird.
Zuerst kaum merklich, dann schneller, bis alles fest ist.
Und plötzlich war da ein anderes Bild.
Der menschliche Körper, meiner, Ihrer, unserer Kinder.
Auch er hat Grenzen.
Auch er kann zu heiß werden, bis etwas in ihm unumkehrbar verändert ist.
Eiweißstrukturen, die zerfallen.
Organe, die nicht mehr richtig arbeiten.
Kein Reset-Knopf.
Kein Zurück.

Und dann wurde mir klar, mit der Erderhitzung kochen wir nicht nur den Planeten, sondern wir kochen uns selbst.
Hitzeperioden, schlechte Luft, Wasserknappheit sind keine abstrakten Klimakurven, sondern direkte Angriffe auf unseren eigenen Organismus.


Die Gefahr ist nicht irgendwo weit weg.
Sie ist hier.
Sie ist jetzt.
Sie lauert auf uns.

Diese Bilder habe ich mit Susanne geteilt.
Wir führten lange Gespräche über das, was uns Sorgen macht und über das, was wir verändern können.
Wir lasen Bücher von Claudia Kemfert und Eckart von Hirschhausen.
Durch Alexander Gerst „166 Tage im All“ und Leonardo DiCaprio „11th hour - 5 vor 12“ sahen wir die Erde aus der fragilen Perspektive der Schöpfung.
Gleichzeitig erkannten wir, dass trotz Klimaprotesten, politischen Bekenntnissen und wachsender Berichterstattung zentrale Probleme im Stillstand verharren.
Mutige Entscheidungen werden vertagt.
Falschinformationen über Technologien wie Wärmepumpen oder E-Autos verbreiten sich hartnäckig.
Und die alltäglichen Routinen lassen uns unbemerkt am Alten festhalten.

Auch wir schlummerten in diesen Routinen: zwei Verbrenner vor der Tür, Billigfleisch im Einkaufswagen, Flugreisen im Jahresplan.
Ganz normale Konsumenten!

Doch jetzt war da dieser Satz.

Er klopft an bei jeder Plastikverpackung im Supermarkt.
Beim Anblick meines Autos.
Bei der Urlaubsplanung.
Beim Griff zum Lichtschalter … .
Ein unermüdlicher, sanfter Mahner, der nicht mehr gehen wollte.

Aus ihm und unseren Gesprächen wuchs die Erkenntnis.
Reden reicht nicht mehr und Bewusstsein allein auch nicht mehr.
So entstand ThinkMoreGreen.

Nicht als Projekt „gegen etwas“, sondern für das, was uns allen bleibt, wenn wir handeln.
Eine lebenswerte Zukunft auf unserem Planeten für uns, unsere Kinder und Kindeskinder.