- 25. November 2025
Seit 2023 erlebt die Welt eine Klimakrise in neuer Intensität. Steigende Temperaturen, schmelzendes Eis und Extremwetterereignisse führen uns vor Augen, wie drastisch die Auswirkungen menschlichen Handelns bereits geworden sind. Der neue Klimareport der Scientists for Future (S4F) schlägt Alarm, liefert aber gleichzeitig auch einen Ausblick auf Wege aus der Krise – wenn jetzt gehandelt wird.
„Unbekanntes Terrain“ – so beschreiben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler die aktuelle Situation, in der jeden Monat neue Rekorde gebrochen werden. Die Meeresoberflächentemperaturen stiegen 2023 so hoch wie nie zuvor, und die Entwicklung setzt sich 2024 fort. Extremwetter wie Dürren, Waldbrände und Überflutungen verursachten Schäden in Milliardenhöhe, was nicht nur die Natur, sondern auch die globale Wirtschaft belastet.
Seit Beginn der Industrialisierung stieg die Menge an CO₂ in der Atmosphäre rasant an – mittlerweile auf 427 ppm. Der Zusammenhang ist klar: Je mehr Kohle, Öl und Gas verbrannt werden, desto höher steigen die Temperaturen. Diese Entwicklung ist nicht nur ein wissenschaftliches, sondern auch ein politisches Problem. Viele Unternehmen und Regierungen investieren nach wie vor in fossile Energien statt in nachhaltige Lösungen. Die Folge: Wenn der jetzige Kurs fortgesetzt wird, könnten die Temperaturen bis Ende des Jahrhunderts um 2,9 °C steigen – mit verheerenden Folgen für Mensch und Natur.
Der Report betont, dass es bereits Lösungen gibt, um die Krise zu bewältigen. Photovoltaik, Windkraft, Elektromobilität und Wärmepumpen sind ausgereifte Technologien, die sofort eingesetzt werden könnten, um die CO₂-Emissionen drastisch zu senken. Doch das wird nur gelingen, wenn Politik, Wirtschaft und Gesellschaft gemeinsam handeln. „Jedes Nicht-Handeln ist eine Entscheidung“, sagt Professor Sebastian Seiffert, Mitglied der Scientists for Future Mainz.
Ein zentraler Punkt des Reports ist der Ruf nach mehr Engagement aus allen Bereichen der Gesellschaft. „Wer das Privileg hat zu wissen, hat die Pflicht zu handeln“, erklärt Seiffert und plädiert für eine stärkere Einbindung von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern in gesellschaftliche und politische Diskussionen.
Der Meteorologe Özden Terli mahnt, wie wichtig es ist, den Klimanotstand klar zu kommunizieren: „Es geht nicht um einen Klimawandel, sondern um einen Notfall.“ Maßnahmen wie eine Halbierung der Emissionen bis 2030 sind notwendig – eine Herausforderung, die nur durch entschlossenes Handeln gemeistert werden kann.
Der Klimareport gibt praktische Tipps, wie man sich aktiv einbringen kann:
Der Klimareport der Scientists for Future ist ein Aufruf zum Handeln – an jeden von uns. Die Auswirkungen der Krise sind real, aber ebenso real ist die Möglichkeit, den Kurs zu ändern. Ob durch politische Entscheidungen, technologische Innovationen oder individuelles Engagement: Gemeinsam können wir die schlimmsten Folgen abwenden und die Welt für kommende Generationen lebenswert gestalten.
Denn: Die Zukunft ist, was wir daraus machen. Jetzt liegt es an uns.
Kommentare (5)
Wer sind diese Scientist for Future?
Hallo Michael, die "scientists for future" ist eine Bewegung/Gruppe von Wissenschaftlern, die aus der Bewegung "Fridays for Future" hervorging.
Hier ein Beispiel zur Gruppe in Mainz: https://mainz.scientists4future.org
Dort findest du auch einen Hinweis für eine Veranstaltung am 24.01.25 um 19Uhr im Bürgerhaus in Mainz-Hechtsheim.
Hallo Michael, die "scientists for future" ist eine Bewegung/Gruppe von Wissenschaftlern, die aus der Bewegung "Fridays for Future" hervorging.
Hier ein Beispiel zur Gruppe in Mainz: https://mainz.scientists4future.org
Dort findest du auch einen Hinweis für eine Veranstaltung am 24.01.25 um 19Uhr im Bürgerhaus in Mainz-Hechtsheim.
Der Klimareport zeigt klar: Wir stehen vor einem Notfall, aber wir haben die Werkzeuge, um die Katastrophe abzuwenden. Jede Entscheidung zählt. Jetzt ist die Zeit, aufzustehen und zu handeln – für unsere Zukunft und die kommende Generation.
Hallo Sonnensamler, ganz genau so ist es. Daher isst www.thinkmoregreen.com entstanden.